Samstag, 19. Mai 2012

16. Teststrick April-Mai: Sayoran Deluxe

In dieser Woche bekam ich eine ganz liebe mail, unter anderem mit der Frage, ob es hier keine Pascuali Teststricks mehr geben wird. Doch doch, ich teste noch und zwar sowas von luxuriös!

Es hat etwas gedauert mit dem heutigen Test, aber ich musste andere wichtigere Prioritäten setzen und bin  hiermit auch nicht zeitlich gebunden. Das Ganze soll schließlich spaßen- nicht stressen...

Jetzt ist er aber fertig, der Bericht zum neuesten Garn und ich stelle euch diese Schönheit vor:

Pascuali Silk Iceland

100% Maulbeerseide

100 Gramm / 179 Meter

Preis pro 100 Gramm: 18,20 Euro

Zur Verfügung standen 4 Farben: Tinte, Nebel, Mausgrau und Algen, jeweils 100 Gramm.


Die Maulbeerseide ist die hochwertigste aller Seidenarten, von einer wohligen Weichheit, leichtem eleganten Glanz und einem besonderen Eigengeruch, der dieses Garn unverwechselbar macht. Schon ganz was Feines, so ein Strang Maulbeerseide. Und selbstverständlich ist sie auch noch in anderen als den typischen Wollweltfarben im Sortiment von Paul Pascuali zu erhalten, schaut hier:



Über Seide  habe ich vor einem Jahr schon einen ausführlichen Bericht geschrieben, der natürlich auch für die Maulbeerseide zutrifft, die aus den Kokons der Larven des Maulbeerspinners gesponnen wird.

Die damals getestete Seide hatten ja einen für meine Nase unangenehmen Eigengeruch, der sich aber nach dem Waschen total verflüchtigt hat, den hat diese Seide nicht. Sie riecht genau wie Seide riechen muss.

Als mich Paul gefragt hat, ob ich dieses Garn testen möchte und welche Farben ich denn gerne hätte, ging natürlich auch die Planung los, was ich denn aus 400 Gramm reiner Seide stricken wollte. Meine 1. Wahl fiel auf ein Sommertop, die Garnmenge würde ja wohl locker für ein Top in Größe 46 reichen. Nach einer ausführlichen Diskussion mit meiner Strickfreundin Suza über das Für und Wider einer schweren Seide und ihrer äußerst raffinierten Verlängerungstaktik in der Tragephase, die einem im Laufe der Zeit vom Top zum Kleid verhelfen kann...so halb wissenschaftlich ausgedrückt *zwinker*, waren alle Oberteilpläne schnell vom Tisch und ein Tuch hat das Rennen gemacht. Im Nachhinein eine guuuute Entscheidung!!!


Der Hersteller gibt eine Nadelstärkenempfehlung von 4, ich habe mich für 4,5 entschieden. Die einzelnen Maschen sind nicht so gequetscht, alles läßt sich flüssig und gleichmäßig verstricken auf meinen Knitpicks Jackennadeln, die ich für dieses max. 30 cm breite Projekt gewählt habe. Nennt es einen Spleen oder eine Eigenart, empfindliche Garne wie Seide, Babyalpaka u. a. verstricke ich sehr ungerne auf diesen Knitpicks Seilen, denn es tut mir körperlich weh, wenn die Maschen in jeder Reihe über das metallische Gewinde geschubbelt werden, in denen auch gerne mal ein Fädchen hängen bleibt. Jeder hat halt seine Macken, ich mach da sicher keine Ausnahme.

Das bringt mich doch glatt auf die Idee, einmal einen "Mackenpost" zu schreiben. Wär sicher interessant zu lesen, mit welchen "Spinnereien" zu unserem Hobby ihr euch so outen würdet, genau, das mach ich bald mal!!!

Heyy, Frau Wollwelt, hier spielt die Musik, nicht immer abschweifen...ups,tschuldigung. Also weiter im Text...ähm Test!

Hier also ein ungewaschener und ungespannter Haufen Seide...300 Gramm genau, von jeder Farbe sind noch so ca. 20 Gramm über. Wir haben eine Länge von 1,70 Meter mit einer Breite von 30 cm. Das Glattrechtsgestrick sieht ja schon mal gut aus, nur die Bordüre krumpelt noch so vor sich hin. Na dann, nix wie ab in die Bütt.....



Hier empfiehlt der Hersteller Handwäsche. Also nö....300 Gramm schwere Seide, die Wasser aufnimmt wie ein Schwamm und anschließend würgen, würgen, würgen, damit sie nicht 1 Woche trocknet...nö, das muss auch anders gehen! Meine Maschine hat ein Seidenprogramm, also Bullauge auf, Tuch rein, Bullauge zu, Wollwaschmittel, Schleudern auf 600 U/Min, Schnaps trinken, zusätzliche Blutdrucktablette einschmeißen und der Dinge harren, die da kommen!


Und?


Alles bestens! Jetzt die Puzzlematten auf den Boden schmeißen und dem Ganzen erstmal zu seiner vollen Pracht verhelfen, insbesondere der Blätterbordüre.




Ganz schönes Frollein Empfinderlich, dieses Seidengarn. Es mag nur ganz leicht gestreichelt werden beim Spannen, ihr seht es hier auf diesem Bild ganz gut. Etwas zuviel des Guten und schon streichelt man lange Flusen, Wasser mag sie  nicht so gerne, die edle Seide. Heut muss sie da  mal durch, aber ich hab ihr fest versprochen: den Rest ihres Daseins in der Wollwelt Wasser nur im äußersten Notfall! In diesem Zustand haben wir einen Längenzuwachs von 40 cm, 2,10 Meter liegen auf meinen Matten mit einer Breite von nur noch 26 cm. Sie wird sich aber nach dem Trocknen bestimmt wieder etwas zusammen gezogen haben, schaun mer mal ♥




Und hier ist es nun, mein Ganzjahrestuch, geht auch als Schal durch...

Saroyan Deluxe



mit einer stattlichen Länge von 2,10 bei einer Breite von 26 cm...also nix mit wieder etwas Zusammenkrumpeln nach dem Waschen.



Eine dezente Blätterbordüre ziert das glatt rechts gestrickte Tuch, das ansonsten nur mit edlem Material und dezentem Schimmer glänzt. Eine wirklich schöne Anleitung von Liz Abinate, die es bei ravelry auch noch kostenlos gibt, klasse!


Natürlich gibt es jede Menge Tragemöglichkeiten für Saroyan ausser der auf dem 1. Bild, auf dem alle 4 Farben gleichzeitig zu sehen sind. 3  weitere zeige ich auch noch schnell:


oder vielleicht so:


und noch eine letzte:


Viele weitere Spielereien mit den Farben, Verschlingungen, Verknotungen oder Verzierungen mit Anhängern, Bommeln oder Tuchnadeln kann ich mir vorstellen, ihr ja sicher auch.

So, und hier kommt der Link zur Anleitung, sollte wieder jemand noch keinen ravelry-account haben, kann er die kostenlose Anleitung auch gerne von mir haben, gibt es allerdings wieder nur in english.Schickt mir einfach einen "emil" ♥

Und weitere Infos zu Garn und Anleitung findet ihr hier.

Die Silk Iceland, die zugegebenerweise wieder zu den preislich höher angesetzten Garnen gehört, ist eine schöne Garnalternative für Wollallergiker, die sich trotzdem einen Hauch nicht kratzenden und sehr angenehmen Luxus für den Hals gönnen möchten. Für ein Oberteil halte ich sie allerdings für ungeeignet, denn  man braucht wegen der kurzen Lauflänge eine größere Menge, was das Strickstück wieder sehr gewichtig macht. Dies wird sich beim Tragen auf jeden Fall negativ auf die Länge auswirken. Sie mag Wasser nicht so gerne und ist sehr empfindlich...nicht das richtige Garn für ein Oberteil, das man auch regelmäßig im Sommer tragen und waschen möchte. Für Tuch und Schal ist es aber perfekt.

So Mädels, jetzt allen ein sonniges und warmes Wochenende und nu aber schnell weg vom Rechner und raus in die Sonne!!!!
 
Eure Andrea 

Donnerstag, 10. Mai 2012

My rehab ♥

Heute mal ein post nur über meine neue Jacke. Sie hat es verdient, denn ich finde sie außergewöhnlich raffiniert und nachstrickenswert. Aber fangen wir vorne an:

Irgendwie war die Pleite mit meiner Featherweight Jacke, die ja ausgezogen ist aus dem wollweltchen Haushalt, zwar ziemlich doof, wurde aber hier gehandhabt wie ein Sturz mit dem Fahrrad: aufsitzen und weiterfahren. Also hab ich sofort eine neue Jacke angefangen, die auf der Endlosqueueliste stand.

Meistens wurde sie aus Tweedgarn gestrickt, ich aber wollte ja eine graue Jacke, das federleichte Mülleimerdingens fiel ja nun weg. Ich mags ja gerne farbig, aber grau mit weiß find ich im Sommer auch wunderschön. Ok, da waren doch noch 16 Knäuel von dieser Online Linie 110 Timona im stash, das wär dann wohl das Garn der Wahl.

Tja, und dann hab ich nach dem Anstricken des Kragens schon mal blöd geguckt: das ist ja gar kein hellgrau....sondern eisblau. Ok, kann ich jetzt auch nicht ändern, passt ja auch zur Garderobe.


Den Kragen hab ich vorsichtshalber auf NS 4 anstatt 4,5 gestrickt, denn in vielen Kommentaren bei ravelry konnte man lesen, dass er sich etwas runterzieht beim Tragen. Vorsicht ist die Mutter der Jackenkiste...

Der Anfang war sehr schnell gestrickt, denn es ging dann mit 4,5 weiter, das Garn flutschte nur so über die Nadeln. Die Anleitung ist wunderbar, das Rückenteil wird durch ein paar verkürzte Reihen verlängert gegenüber den vorderen Teilen und sitzt dadurch natürlich viel besser. Dann gibt es rundherum ein paar Zunahmen und schon kann man die Arme stilllegen.


Danach habe ich die Anleitung ein wenig auf meine stattliche Größe von 1,75 Meter angepasst und den mittleren Teil um 8 cm verlängert. Dann werden die Taschen eingearbeitet...


Kirrmaier-Anleitungen sind die best ausgearbeitesten Anleitungen, die ich je gestrickt habe und es wird niemals langweilig, obwohl ja immer viele Glattrechtspassagen dabei sind. Also waren die Taschen schnell fertig und auch schon der 1. Ärmel, sehr hier:


Alles krumpelt sich ja so ungewaschen noch zusammen, aber nach einem Bad in der Waschmaschine und zig Streicheleinheiten auf meinem Esstisch entfaltete sich wieder ein Entchen zum Schwan...



Diese Kinderpuzzlematten find ich ja wie immer perfekt zum Spannen, das Strickstück kann dann mal in Ruhe einen Tag drauf liegen bleiben. Nur ganz trocken wird es natürlich nicht auf dem Kunststoff, zum Resttrocknen gehts dann auf meine Trulla.


Meiner Trulla, schmalschultrig mit etwas weniger kräftiger Bauchrolle Mitte als meinereiner steht sie sehr gut, seht selbst:


auch von hinten...


Damit meine Kollegin ein paar Bilder machen kann, hab ich sie auch schon in die Kanzlei angezogen...aber sie ist mir zu warm. Trotzdem ist sie sehr bürotauglich, denn nichts kneift oder zwickt, egal, welche Arbeiten ich gerade mache:

Tippen...



oder einen dieser juristischen Wälzer suchen....


oder Akten einräumen.....


oder mal kurz mit Nevia, unserem Kanzleihund kuscheln....


Dies ist das gemütliche Pseudoschwangerschaftsoutfit, das ich im Büro gerne trage, denn wer viel sitzt braucht weite Sachen....Bequemlichkeit geht bei mir vor schlanker Silhouette. Wat is, dat is, alles halb so schlimm ☺


Und hier jetzt nähere Informationen zu Anleitung und Garn.

Sollte jemand Fragen zur Harvest Moon haben, kann er mich *emil-en*, ich helfe gerne.

Und jetzt noch schnell wischen, muss gleich arbeiten.

Eure Andrea

Montag, 7. Mai 2012

Lenny is back in town

Heut Mittag kam ein Anruf von Tasso: Lenny ist im hiesigen Tierheim abgegeben worden!!

Ich weiß nichts genaues, nur:
Freitag haben die Leute, deren Adresse oder Telefonnummer ich aus datentechnichen Gründen nicht bekommen habe, ihn ein paar Straßen weiter aufgenommen,  gefüttert und heute Vormittag zum Tierheim gebracht. Dort ist der Chip ausgelesen  und Tasso verständigt worden. Die haben dann mich zuhause angerufen, ich war aber unterwegs und hab die Suchzettel angebracht. Sie haben daraufhin die angegebene Zweitnummer in der Kanzlei angerufen, ich hab aber montags frei. Meine Kollegin hat mich dann übers Handy angerufen und ich hab meinen Lenny im Tierheim abgeholt.

Er konnte also gar nicht heim kommen .....

Eigentlich hatte er heute Stubenarrest, aber mein Süßer hat fast die Balkontür auseinandergenommen und so hab ich ihn gerade nach einem ausgiebigen Schläfchen wieder raus gelassen. Kann ich ja verstehen: das Revier muss untersucht werden, ob auch alles noch auf seinem Platz ist!

Ich danke euch allen für eure lieben Worte, eure Erfahrungen und eure guten Wünsche. Eben habe ich alle Suchzettel in der Umgebung wieder eingesammelt, ich fürchte nämlich, ich brauch sie noch öfter....

Und auch, wenn das jetzt wirklich eine sehr aufregende Woche für uns alle war, ich möchte nichts anderes als einen Freigänger haben, denn wenn ich sehe, wie glücklich und ausgelassen unser Lenny hier durch die Natur streift, dann bin ich wirklich sehr froh, dass wir unserem Tierheimmacho ein Katerleben in Freiheit bieten können. Mein Magen und mein Blutdruck beruhigen sich gerade auch wieder ☺☺☺

Eure Andrea

und unser Schürzenjäger!


Samstag, 5. Mai 2012

An alle Katzeneltern von Freigängern

Eure Erfahrung ist von Nöten, damit ihr mich beruhigen könnt, denn:

Ich werd hier gerade wahnsinnig!!!!

Lenny ist auf einmal dauernd unterwegs, kommt kaum noch heim, manchmal nur um ein paar Happen zu fressen und dann sofort wieder zu verschwinden. Er ist dann einigermaßen zerzaust, Dreckbröckchen liegen auf seiner Decke, eine Zecke haben wir schon rausgeholt. Manchmal schläft er sich aus und ist dann wieder weg. Aktuell haben wir ihn gestern Morgen um 5 rausgelassen und seither nicht mehr gesehen, immer hin 26 Stunden und das ist nicht das 1. Mal. Mal kommt er nachts um 2 und geht um 5 wieder, mal kommt er erst um 3 und bleibt 2 Stündchen. und 2x kam er gar nicht. 

Seit dem er bei uns ist, also ein halbes Jahr, schläft er jede Nacht 8 Stunden bei mir im Bett, geht morgens um 5 für 3 Stündchen raus, bleibt bis Mittag im Tiefschlaf während ich arbeite und geht nachmittags auf Wanderschaft....bis letzten Dienstag!

Natürlich geh ich täglich mehrmals die Umgebung abklappern und sammel Informationen, wenn gleich ich ihn nicht zu Gesicht bekomme:
Es gibt wohl eine neue schwarze Katze hier im Park, die auch nachts draußen ist. Wir haben einen Minigolfplatz und daneben ein Speiselokal, die beide von Lenny besucht werden, der dann auch ausgiebig mit den Gästen flirtelt. Das Lokal hat auch eine Hauskatze, die aber wohl nicht so auf ihn steht. Zu den unmittelbaren Nachbarn hier bei uns, die auch Katzen haben und auch mit uns befreudet sind, geht er nicht mehr. Beide haben uns direkt angesprochen, wo denn Lenny sei, er käme gar nicht mehr.

Und gerade weil er ja so neugierig ist und jedem Zweibein um die Füße schleicht, hab ich ihm ein kanllrotes Halsband gekauft. Sicher ist sicher , dachte ich, meint wenigstens keiner, er wäre ein herrenloser Stromer. Ja Pustekuchen, nach 2 Stunden kam er ohne Halsband wieder...netter Versuch! Aber es gibt ein Beweisfoto...das war am Montag:

Und seit Dienstagabend 17 Uhr drehen sich die Uhren hier anders. Vielleicht nimmt er auch wieder spanische Straßenkatzengewohnheiten an und meint, er müsse sich selbst durchschlagen, vielleicht hat ihn jemand angefüttert oder eingesperrt. Vielleicht hat er aber auch einfach nur "Frühling".

Heute Morgen regnet es aus Eimern und die Temperatur ist einstellig, er hasst Regen!!! Aber er ist nicht da......Diese neue Situation haben wir zwar erst seit 4 Tagen, aber ich dreh hier bald durch mit Dauerpuls von 100..kleine Psychosomatikerin...

Und nun ihr, liebe Strickfreundinnen mit Freigängererfahrung, bitte erzählt mir davon und nehmt euch ein paar Minuten Zeit für mich.....im Durchschnitt besuchen mich über 600 von euch täglich, es werden sicher einige einen Freigänger zuhause haben.

Eure Andrea

Edit: Lenny ist schon 1 Jahr kastriert, aber ich fürchte, das hat ihm noch niemand gesagt !!!! Und selbstverständlich ist er gechipt und bei Tasso registriert ♥....und hat schon eine Suchanzeige und hier liegen 20 Plakate von dort, die ich morgen verteilen gehe.....

Donnerstag, 3. Mai 2012

3. Buchbesprechung: Socken von Welt

Wie versprochen kommen heute bei meiner Buchbesprechung die Sockenstrickerinnen voll auf ihre Kosten, denn diese gebundene Ausgabe, ein wirklich dickes und einigermaßen schweres Buch, es wiegt auf meiner Waage immerhin 835 Gramm, ist sozusagen multikulturell...na, das hat man doch mal gerne! 



Man bereist also sockenstricktechnisch die Welt, besucht Skandinavien, die Britischen Inseln, das östliche Europa, dann weiter ins Land der aufgehenden Sonne und Umgebung und schlußendlich noch das Land der ungegrenzten Möglichkeiten....also rund um den Globus!

25 Strickmodelle von 22 Designerinnen, die alle auf den letzten Seiten mit einer Kurzvita vorgestellt werden. Alle ausnahmslos schön und sehr ansprechend präsentiert. Schaut hier:


Nach einer Einleitung von Nancy Buch über das Sockenstricken und seine Geschichte geht es direkt los mit den Anleitungen. Zu Beginn immer eine Kurzerklärung zur Historie von Land und Socke, anschließend ein farblich hinterlegtes Feld mit den wichtigsten Infos zu Garn und Größen, Material und Maschenproben. Wichtige Anmerkungen und Tipps sind auch immer übersichtlich in farblich unterlegten Feldern zu finden und die Strickanleitung an sich ist klar strukturiert und gut nachvollziehbar.

Sehr viel Mühe hat man sich bei der Bebilderung gegeben, denn jede von euch, die ein fertiges Sockenpaar zur Präsentation im blog oder bei ravelry je fotografieren wollte, weiß, wie schwierig das ist. Ok ok, das macht sicher eine professioneller Fotograf, aber da scheint es  auch Qualitätsunterschiede zu geben....wenn ich mir ein SABRINA Sockenstrickheftchen zu anschaue..wie auch immer, die Illustrationen sind das A und O eines Buches, das einen dazu animieren soll, es a) zu kaufen weil man b) die Socken darin auch nachstricken möchte.

Und das hat bei Socken von Welt geklappt. Ein paar Beispiele zeige ich euch gerne, seht selbst:

 
oder

 
und wegen dieser hier hab ich herzhaft gelacht...über mich Dusselköppkenl ♥


Manchmal bin ich ja ausgesprochen blond, also blond wie blööööd, es fällt halt nur erst nach längerer Zeit auf...prust! Zugmaschen....ja, das hab ich schon oft gelesen und die Socken auch bewundert mit den rechtsverdrehten Maschen, die ich hasse wie die Pest...also nicht die Maschen, nur das Stricken. Und jahrelang, also wirklich jahrelang dachte ich, diese Muster werden immer auf diesen Zugsockingveranstaltungen genadelt, die ja ein paar Jahre hoch in Mode waren. Wie dämlich ist das denn?!?! Nicht zu fassen!

Diese hier find ich ach total interessant, eine Geisha bekommt auch kalte Füße....


Und charts für die anderen chinesischen Sternzeichen sind auch dabei, da denke ich doch sofort an ganz persönliche Weihnachtssocken....müssen ja nicht diese Zehenlösung haben und nicht diese Farben.


Auf 159 Seiten Socken vieler  Herren Länder finden sich Modelle mit Intarsien, Ajour, Hebemaschen, Zöpfen und und und....für jeden Geschmack ist was dabei, eine tolle interessante und ansprechende Auswahl. Ja, gefällt mir sehr gut.

Socken von Welt, unter diesem Link könnt ihr ein wenig darin blättern, ist wieder im LV- buch Verlag erschienen und kostet 17,95 Euro.

Und?!?! Lust bekommen auf Sockenstricken? Frau Bengsch...sie vielleicht? schon bereit auf ein wenig mehr Anspruch als nur rechts...☺☺? Nur mutig voran, alles ist sehr schön erklärt!

Ich hatte auf jeden Fall wieder *so rüschtüsch Freud* beim Lesen und Rezensieren dieses tollen Buches, das mir  von literaturtest.de zugesandt wurde.

Und bei der nächsten Buchbesprechung wird gefibelt.

Eure Andrea