Samstag, 27. Oktober 2012

18. Teststrick Oktober: Autumn Colors



Der 18. Teststrick kommt genau richtig für alle, die Socken und Strümpfe unter den Weihnachtsbaum legen wollen und bei denen auch die Herren der Schöpfung in  diese Geschenkeplanung integriert sind. Frei nach dem Motto: Bunt kann ja jeder! stelle ich  euch heute zum 1. Mal ein Sockengarn vor, dass Paul Pascuali neu in seine Wollkollektion aufgenommen hat, und was für eines.

"PINTA"

60% Wolle, 20% Seide und 20% Bambus

100 Gramm/ 425 Meter

und diese tolle Qualität zu dem unschlagbaren Preis von

7,99 €

Na, da seid ihr platt!!!


Wir haben es hier heute also mit einem besonderen Sockengarn zu tun, denn es ist aus 100% Naturfasern, ein wirkliches Schätzchen. Für den Test hat mir Paul 2 von 5 Farben geschickt, von denen alle für Liebhaberinnen unifarbiger und unauffälliger Socken ein Hochgenuss sind, besonders aber für Herrensocken, für die man ja immer schlecht das geeignete in gedeckteren Farben findet. Knallbuntes gibt es genug auf dem Markt, ruhigere Farben muss man ein wenig suchen...jetzt nicht mehr, ihr habt sie gefunden.






Angekommen ist die 03 (warmer Herbstton) im Knäuel, die 01 (warmer Blauton) im Strang. Ob das jetzt beim Abverkauf immer so ist entzieht sich meiner Kenntnis, finde ich aber überhaupt nicht schlimm, denn die meisten handgefärbten Garne werden ja immer im Strang verkauft.  

Das Garn hat keinen Eigengeruch, es riecht völlig neutral, was mich schon gewundert hat. Handelsübliches Sockengarn riecht immer nach Schafstahl und Seide hat eigentlich auch so einen  typischen Seidengestank, das wissen wir ja alle. Die Pinta allerdings sagt zu diesem Thema nix, zum Thema Feeling allerdings um so mehr, denn sie ist superweich im Griff und damit auch ein wunderbares Tuch- oder Schalgarn. Selbst für eine Mütze würde ich es verstricken, dann allerdings mit doppeltem Faden.




Sehen wir uns also diesen schönen warmen Herbstton einmal näher an. Dieses 4fach Garn ist gedreht aus 2 Fäden braun und jeweils einem Faden orange und beige. Die kurzen Fasern und der dezente Glanz sind auf diesem Foto gut zu erkennen. Für den Test habe ich mich für dieses Garn entschieden, ich konnte sofort loslegen und ich finde die Farbe genial.






Der blaue Strang ist eine Zusammensetzung von 2 Fäden dunkelblau und jeweils 1 Faden Mittelblau und Beere, auch eine sehr schöne Kombination.






Die weiteren Farben sind: 04 aus 3 Fäden Hellgrau und 1 Faden Anthrazit . 05 aus 2 Fäden Dunkelgrau und jeweils 1 Faden Tannengrün und Olivgrün und 06 aus 3 dunken Grautönen, fast schwarz.






Verstrickt ergibt diese Farbkombination also einen wunderbaren Melierton, den ich gelungen unisex finde. Angegeben ist eine NS 3, das war mir aber zu locker für ein feines 4fach Garn. Wie gewohnt sieht es mit einer NS 2,5 besser aus. Das Strickbild ist ohne große Anstrengung ordentlich, das Stricken selbst ging flüssig und unkompliziert, die Fäden haben sich nicht geteilt, weder auf abgerundeten Bambusnadeln noch auf den wesentlich spitzeren Knitpicks Nadelspielen. Keine schwitzigen Hände, keine Hautirritationen und selbst ein paar aufgezogene Runden wegen spannender Riesenslalomabfahrten hat dieses qualitativ hochwertige Garn schadlos überstanden.





Gewählt habe ich für den Test ein Sockenmuster mit relativ vielen Verzopfungen, wobei ich nie eine Zopfnadel benutzt habe. Auch dieses Abschieben der zu verzopfenden Maschen  und das freie wiederaufnehmen ohne Hilfsmittel hat jede Maschen bravorös hinbekommen, alles lief wie am Perlenschnürchen. Gewaschen hab ich sie in der Maschine- Wollwaschgang-Wollwaschmittel- auch hier keinerlei  Probleme, noch weicher sind sie geworden.





Sie gefallen mir sehr gut, diese kleinen Nobelteilchen. Sind aber schon versprochen und  Teil eines schönen Tauschgeschäftes geworden: endlich wieder ein neues Puzzlebrett mit Rand ,handgeschreinert und katzensicher.

Infos zu Garn und Anleitung findet ihr hier.

Es war  mir wieder ein wirkliches Vergnügen, für euch diese tolle Sockenwolle zu testen und darüber zu berichten, denn der Preis ist echt unschlagbar für diese hohe Qualität.  

Und jetzt genießt das Wochenende und bis bald

Eure Andrea

Dienstag, 2. Oktober 2012

4. Buchbesprechung: Die großen Fotofibeln Stricken und Häkeln

Lange hat es in der Wollwelt keine Rezensionen mehr gegeben, heute bespreche ich für euch darum direkt 2 Bücher: Fibeln für Stricken und Häkeln von Margaret Hubert, beide erschienen im LV-Buch Verlag.

Braucht man so etwas denn überhaupt? Definitiv ja! Eine Fibel sollte jeder daheim haben, egal ob Anfänger oder versierte Strickerin. Es gibt immer etwas nachzuschlagen, man sucht ein Muster, man hat lange keinen Reißverschluß mehr eingenäht, wie heftet man eine Tasche unsichtbar an, wie war das nochmal mit den verkürzten Reihen. Möchte man eine Technik neu erlernen - eine Fibel gibt wertvolle Tipps. Auch im You-tube Zeitalter ist ein Griff zum Buch stets praktisch für die Grundkenntnisse unserer Hobbys und vor allem für die schnelle Suche nach einem schönen Muster. Zugegeben: auch hierfür hat das Internet Datenbanken noch und nöcher, die auch von mir oft und regelmäßig aufgesucht werden. Und doch nehme ich auch dann und wann meine Fibel zur Hand, wenn mein Gehirn gerade mal wieder ein erstzunehmendes Loch aufweist über eine Technik, die ich schon lange nicht mehr genutzt habe und notfallmäßige Hilfe braucht, ohne erst den Rechner hochzufahren. Und natürlich weiß ja jeder, dass mein Herz dem Buch gehört, obwohl ich gerade über den Kauf eines Kindle nachdenke, für das Lesen außerhalb meines Ohrensessels und vor allem wegen der Strickanleitungen, die ich dann immer ohne Zettelgedöns zur Verfügung hätte...aber das ist eine andere Geschichte.


Die heute vorgestellten Fibeln sind im Aufbau identisch, haben eine Größe von 21 x 27,5 cm und kosten  € 17,95. Die Strickfibel hat 240 Seiten, die Häkelfibel 272. Ordentlich was drin für die Bildung


Den Anfang macht der 1. von 3 Unterteilungen: nach einer kleinen informativen Einleitung über das Entstehen von Stricken und Häkeln folgt der Technikteil - Grundlagen des Strickens oder Häkelns - vom Maschenaufschlag bis zum Reißverschluss einnähen ist alles groß bebildert mit über 400!!!!! großformatigen Farbfotos und auch die Texte sind für Blindschleichen wie mich gut und übersichtlich lesbar.


Als nächstes folgt der Musterteil, 200 Strickmuster könnt ihr bewundern . Hier unterscheiden sich diese Fibeln von den mir bereits bekannten am meisten. Die Fotos haben Maschenprobengröße, also immer um die 10 cm breit. Alle Muster sind in Reihenform, die Zopfmuster haben zusätzlich noch einen chart. Es sind nie mehr als 2 Muster auf einer Seite, einige haben sogar alleine eine ganze Seite. Die Musterläppchen sind in vielen verschiedenen Farben gearbeitet und vermitteln eine Fröhlichkeit, die mir sehr gut gefällt.


Auch die mehrfarbigen Muster sind sehr anschaulich bebildert, alle Muster haben eine Schwierigkeitsangabe  leicht - mittel- erfahren. Und den Namen "Puderquasten" find ich herrlich.



Im 3. Teil findet man besondere Techniken, z. B. das Freeformstricken- oder häkeln. Muster dazu, wie diese Fächer, sind ebenfalls enthalten.

Eine Fibel ist kein Anleitungsbuch, doch einige wenige finden sich doch. Zum Beispiel diese ganz nette Bommelmütze mit Reihen- und Chartangabe. Hier kann ich nur nicht begreifen, wie man einem rothaarigen Modell eine rosa Mütze aufsetzen kann...das sieht ja gruselig aus, ist aber natürlich reine Geschmacksache.


Ein ganz einfacher quergestrickter Pullover ist ebenfalls enthalten, genau wie Anleitungen für Schal, Stulpen, Taschen, Perlenstrickerei...und noch ein paar mehr. Dieser kimonoähnliche Pulli erinnert mich  verstärkt an meine Anfangsstrickjahre vor 40 Jahren....aber gut, man kann das Ei auch nicht neu erfinden und er sieht ja auch immer noch ganz nett aus.

Vom Häkeln hab ich ausser feste Maschen und Stäbchen nicht viel Ahnung, darum hat mich die Häkelfibel echt überrascht. Oder habt ihr schonmal was von Tautropfenmuster oder Spinnwebenmuster oder Butterblumenmuster gehört? ich nicht!! 200 Häkelmuster sind in diesem Buch zufinden, ein Name schöner als der andere. Und verschiedene Häkeltechniken werden ebenfalls anschaulich erklärt.


Alle Häkelmuster haben eine Reihenangabe und einen chart und ich muss ehrlich zugeben: ich muss passen...falsches Popcornmuster und Büschelmaschen.....gehobene Häkelkunst, Chapeau!


Mehrere Seiten mit den im Moment schwer angesagten Grannys finden sich in der Fibel.....


...genau wie Blümchen und Blätter und Spiralen...alles, was das Verzierherz so braucht.

 


In beiden Fibeln ist ein gut erklärter Teil dem Freeformstricken -und Häkeln gewidmet, einer Technik, die auch gerade ziemlich im Mode ist. Meins ist es nicht, aber das schaut schon ziemlich spektakolär aus.


Richtig nett finde ich diesen Zackenschal in warmen Herbstfarben und da er nur aus Stäbchen besteht, würde ich ihn glatt auch noch hinbekommen. Mein Ruf ist damit gerettet.


Am Ende der Fibeln findet man noch Informatives sowohl über die Autorin als auch über die Designerinnen, alle aus den Staaten und eine aus Australien. 

WIr haben es hier mit einer Broschur zu tun, ein flexibler Buchblock, dem sogeannten Softcover. Dies ist sehr angenehm in der Praxis, erinnert mich beim Blättern immer an Daumenkino, die einzelnen Blätter sind schön glatt und es fluscht nur so. Die 3 Teile des Buches sind am oberen Rand jeweis mit einem dicken farbigen Blockstreifen versehen, was das Suchen beim Durchblättern sehr vereinfacht.

Beim Erarbeiten dieses Berichtes habe ich in beiden Büchern intensiv gelesen und immer wieder etwas neues entdeckt. Unmöglich euch dies alles heute zu erzählen. Wenn ihr also noch keine Fibeln habt oder  eure letzte den Mauerfall noch für unmöglich gehalten haben, dann solltet ihr über eine Neuanschaffung nachdenken. Und für diesen Fall würde ich euch diese beiden Fibeln wärmstens an Herz legen......

Und jetzt freut euch auf einen Feiertag, der euch wettertechnisch viel Zeit für Müßiggang und die ein odere andere Reihe  knittingtime ermöglichen wird.

Freitag, 31. August 2012

17. Teststrick August 2012: Venezia

Heute hab ich mal wieder was Strickig-Interessantes für euch, meinen aktuellen   Teststrickbericht von Pascuali.

Passend zum beginnenden Herbst natürlich schon ein wärmeres Garn, der Sommer ist ja bald vorbei und es wird Zeit für Jacken, Mützen, Schals und Tücher....Kollektion 2012.

Darf ich euch vorstellen:

Venezia

60% Wolle, 20% Seide, 20% Viscose (aus Bambus-Zellstoff)

Lauflänge: 188/100Gramm

Preis: 100 Gramm 12,99 Euro


Zur Verfügung standen 3x 100 Gramm in der Farbe 52, einer warmen Beerenmischung und Grautönen. 
Es gibt auch noch 3 andere Farben, die mir auch gut gefallen, natürlich auch was mit Blau.



Ja, ihr seht völlig richtig, das Reiben der Augen nutzt nichts, es ist Beere....kein Blau. In dieser Farbe hab ich nicht ein einziges Teil im Schrank...da muss man doch was machen..lach. Sehr schön zu erkennen am Strang, es sind mehrere warme Beerentöne kombiniert mit Grautönen, alles ineinander verlaufend und farblich stimmig....


...und ergibt nach dem Wickeln eine tolle Kombi, die mir ausgesprochen gut gefällt. Schaut hier:



Durch den Seidenanteil haben wir bei diesem Garn einen dezenten Glanz, es ist schon jetzt weich, aber mit Griff und es riecht ziemlich typisch nach Schaf.

Verstricken läßt es sich flüssig und regelmäßig mit NS 4,5, das Maschenbild ist schon vor dem Entspannungsbad zufriedenstellend......steigert sich aber noch nach dem Waschen. Ich habe es im Seidenprogramm meiner Waschmaschine mit Wollwaschmittel und anschließendem Schleudergang bei 1000 U/min versucht und es hat wunderbar geklappt. Und das Schaf ist auch nicht mehr im Wohnzimmer...wo es nur hin ist?

Schaut hier: ungewaschen! 



Schnell war mein Strickstück getrocknet und.....büddeschöön, eine Masche wie die andere, nix zu meckern bei der Nahansicht.



Und auch die Wendungen der verkürzten Reihen sind eine wie die andere.


Und Frau Wollwelt....was hast du nun aus diesem schönen Garn gestrickt? 

Na, ein Tuch oder Schal, wie man es eben nennen möchte....und zwar dieses hier:  Secret of change von Vera Välimäki.


Es zu stricken (englische Anleitung) war einfach, aber diese Farbe zu fotografieren nicht...puh, hunderte Fotos gemacht und für mich für all diese hier im Test entschieden).


In der Anleitung von Vera, die wie immer schlicht mit einem kleinen Pfiff ist und mir  ausgesprochen gut gefällt, wird mit verkürzten Reihen ohne Umwicklung gearbeitet. Dies ergibt dann ein kleines Loch, ein sogenanntes eyelet. Das daraus entandene Streifendesign kann man hier einigermaßen deutlich  erkennen.



Ein  pfiffiges Tuch, für das ich gleich in WOllkenlos auch noch passende Anhänger gefunden habe...


Und noch ein letztes Mal im Sonnenlicht von hinten.... hach ja, ich liebe Krausrechts


Das Garn ist wieder ein Volltreffer, die Anleitung   zu empfehlen und die Farbe zwar Neuland für mich, aber insgesamt ist wieder ein sehr schönes Strickstück  entstanden, dass ich schon erfolgreich vor dem Dackelblick meiner Mama verteidigt habe....diesmal schon. Meine Ma ist so ein "möchteichauchhaben-Typ" mit dem passenenden Blick und hat auf diese Weise schon so manches noch heiß von meinen Nadeln postwendend in ihren Schrank buxieren können..eigentlich kein Problem....wenn es auch wieder rausfinden würde. Aber leider trägt sie es dann nie und darum bleibt dieses Tuch jetzt bei mir...ich trag nämlich alles, was ich stricke oder geschenkt bekomme. Da kann sie jetzt gucken wie ein ganzer Teckelclub, nix da!

Und wie immer noch die Infos zu Anleitung und Garn auch noch hier.

Und euch jetzt eine schöne Zeit bis zu unserem Wiederlesen

Eure Andrea

Samstag, 11. August 2012

Zurück aus der Versenkung

2 Monate Blogpause sind vergangen wie im Flug, in diesem Sommer, der kein Sommer war.

Und doch waren diese 2 Monate die intensivsten der letzten Jahre und zwar im positivem Sinne....fast immer.

Heute morgen hab ich mich darum entschlossen, meiner Pause den "The End" Stempel aufzudrücken und mich mal wieder in der virtuellen Strickwelt blicken zu lassen. Gerne gebe ich zu, dass ich nicht einen einzigen eurer blogs besucht und darin gelesen habe und selbst bei ravelry habe ich nur das "Wollpfotenforum" verfolgt. Kennt ihr das auch, dass "Altervertrautes" plötzlich weichen muss für neues spannendes Interessantes und man  einen Hype erlebt, der einen so fesselt, dass einfach keine Zeit und man ehrlich gesagt auch keine Lust verspürt, sich davon zu trennen. Und Zeit ist ja nicht unbeschränkt zur Verfügung. 

Nun aber ist es notwendig, den Mittelweg zu finden zwischen gutem Alten und gutem Neuen und mein blog gehört nunmal zu meinen "guten alten Dingen" , ist mir wichtig, gehört zu mir und so wird es hier auch wieder aus meinem Leben zu lesen geben, dass sich gerade ein wenig wandelt und in neue Bahnen gelenkt wird, die mir sehr gut gefallen und mir vor allem sehr gut tun. Ich habe einige neue Bekanntschaften geschlossen, aus denen sich gerade sehr viel Positives entwickelt, alte und lange Zeit verschollene werden wieder reaktiviert und ich habe so richtig viel Spaß an der Backe. Ich bin sehr gespannt auf die kommende Zeit, neue Inputs sind so positiv für Körper und Geist.

Heute aber hab ich eine neue Jacke für euch und wie auf vielfachen emailwunsch wieder als Entstehungsgeschichte mit sehr vielen Bildern. Gerne doch, wenn euch das so gut gefällt.

Die letzte Sommerjacke für dieses Jahr ist gestrickt aus Rowan purelife Cotton, ein wunderbares Baumwollgarn, das wirklich nicht leiert, schön weich ist, einen dezenten Glanz hat und sich klasse verstricken läßt.  EIn schöner Grauton, 10 Knäuel standen zur Verfügung.

Und hier das daraus geplante Jäckchen:


Begonnen wir am Kragen......



Mit dem 1. Knäuel kommt man bei Gr. 46 schon ganz schön weit....



die Arme sind schon separiert.......


Der Rest ging rubbeldizupp und schon konnte sie baden und sich ausruhen.


Der Trulla passt sie prima, mir auch!



Alles seamless mit netten kleinen Details, Strickvergnügen pur und ohne Langeweile.




An beiden Vorteilen und in der hinteren Mitte ein kleines Lacemuster....



Auch die Raglannaht etwas Besonderes.....


Diesmal sogar für mich mit kleiner Taillierung.....


hier nochmal besser zu sehen.....



Alles mit 3/4 Ärmeln....ich bin hoch zufrieden mit dem Ergebnis.


Ich hab sie schon mehrmals getragen und sie ist überhaupt nicht ausgeleiert, wie wir das doch sonst von reiner Baumwolle kennen. 

Fazit: Dieses Garn ist sehr empfehlenswert!

Mehr Infos findet ihr hier.

Erkenntnis der Woche:

Der Reiz der Welt
Der Reiz der Welt steht mit dem Schmerz und dem
Vergnügen, mit dem Entsetzen und der Hoffnung in
gleicher Verbindung.

(Germaine de Staël 1766-1817, französische Schriftstellerin)


So, und jetzt nix wie ab in die Sonne.....tschüß Strickwelt, hoffe sehr, es geht allen gut?!

Eure Andrea


Donnerstag, 7. Juni 2012

Weil......

Weil zur Zeit bei Wollwelts: 

... kaum noch gestrickt wird

... viel Zeit für Arbeit  gebraucht wird

... viel Zeit für die Eltern gebraucht wird

... viel Zeit zur Erholung der armen Handgelenke gebraucht wird

... viel Zeit für die frische Luft genommen wird

... viel Zeit für Bücher genommen wird

... viel Zeit für Lenny genommen wird

... und  damit keine Zeit fürs posten übrig ist,

darum macht die Wollwelt:


SOMMERPAUSE!!!

Schönen Sommer euch allen!!!

 


Samstag, 19. Mai 2012

16. Teststrick April-Mai: Sayoran Deluxe

In dieser Woche bekam ich eine ganz liebe mail, unter anderem mit der Frage, ob es hier keine Pascuali Teststricks mehr geben wird. Doch doch, ich teste noch und zwar sowas von luxuriös!

Es hat etwas gedauert mit dem heutigen Test, aber ich musste andere wichtigere Prioritäten setzen und bin  hiermit auch nicht zeitlich gebunden. Das Ganze soll schließlich spaßen- nicht stressen...

Jetzt ist er aber fertig, der Bericht zum neuesten Garn und ich stelle euch diese Schönheit vor:

Pascuali Silk Iceland

100% Maulbeerseide

100 Gramm / 179 Meter

Preis pro 100 Gramm: 18,20 Euro

Zur Verfügung standen 4 Farben: Tinte, Nebel, Mausgrau und Algen, jeweils 100 Gramm.


Die Maulbeerseide ist die hochwertigste aller Seidenarten, von einer wohligen Weichheit, leichtem eleganten Glanz und einem besonderen Eigengeruch, der dieses Garn unverwechselbar macht. Schon ganz was Feines, so ein Strang Maulbeerseide. Und selbstverständlich ist sie auch noch in anderen als den typischen Wollweltfarben im Sortiment von Paul Pascuali zu erhalten, schaut hier:



Über Seide  habe ich vor einem Jahr schon einen ausführlichen Bericht geschrieben, der natürlich auch für die Maulbeerseide zutrifft, die aus den Kokons der Larven des Maulbeerspinners gesponnen wird.

Die damals getestete Seide hatten ja einen für meine Nase unangenehmen Eigengeruch, der sich aber nach dem Waschen total verflüchtigt hat, den hat diese Seide nicht. Sie riecht genau wie Seide riechen muss.

Als mich Paul gefragt hat, ob ich dieses Garn testen möchte und welche Farben ich denn gerne hätte, ging natürlich auch die Planung los, was ich denn aus 400 Gramm reiner Seide stricken wollte. Meine 1. Wahl fiel auf ein Sommertop, die Garnmenge würde ja wohl locker für ein Top in Größe 46 reichen. Nach einer ausführlichen Diskussion mit meiner Strickfreundin Suza über das Für und Wider einer schweren Seide und ihrer äußerst raffinierten Verlängerungstaktik in der Tragephase, die einem im Laufe der Zeit vom Top zum Kleid verhelfen kann...so halb wissenschaftlich ausgedrückt *zwinker*, waren alle Oberteilpläne schnell vom Tisch und ein Tuch hat das Rennen gemacht. Im Nachhinein eine guuuute Entscheidung!!!


Der Hersteller gibt eine Nadelstärkenempfehlung von 4, ich habe mich für 4,5 entschieden. Die einzelnen Maschen sind nicht so gequetscht, alles läßt sich flüssig und gleichmäßig verstricken auf meinen Knitpicks Jackennadeln, die ich für dieses max. 30 cm breite Projekt gewählt habe. Nennt es einen Spleen oder eine Eigenart, empfindliche Garne wie Seide, Babyalpaka u. a. verstricke ich sehr ungerne auf diesen Knitpicks Seilen, denn es tut mir körperlich weh, wenn die Maschen in jeder Reihe über das metallische Gewinde geschubbelt werden, in denen auch gerne mal ein Fädchen hängen bleibt. Jeder hat halt seine Macken, ich mach da sicher keine Ausnahme.

Das bringt mich doch glatt auf die Idee, einmal einen "Mackenpost" zu schreiben. Wär sicher interessant zu lesen, mit welchen "Spinnereien" zu unserem Hobby ihr euch so outen würdet, genau, das mach ich bald mal!!!

Heyy, Frau Wollwelt, hier spielt die Musik, nicht immer abschweifen...ups,tschuldigung. Also weiter im Text...ähm Test!

Hier also ein ungewaschener und ungespannter Haufen Seide...300 Gramm genau, von jeder Farbe sind noch so ca. 20 Gramm über. Wir haben eine Länge von 1,70 Meter mit einer Breite von 30 cm. Das Glattrechtsgestrick sieht ja schon mal gut aus, nur die Bordüre krumpelt noch so vor sich hin. Na dann, nix wie ab in die Bütt.....



Hier empfiehlt der Hersteller Handwäsche. Also nö....300 Gramm schwere Seide, die Wasser aufnimmt wie ein Schwamm und anschließend würgen, würgen, würgen, damit sie nicht 1 Woche trocknet...nö, das muss auch anders gehen! Meine Maschine hat ein Seidenprogramm, also Bullauge auf, Tuch rein, Bullauge zu, Wollwaschmittel, Schleudern auf 600 U/Min, Schnaps trinken, zusätzliche Blutdrucktablette einschmeißen und der Dinge harren, die da kommen!


Und?


Alles bestens! Jetzt die Puzzlematten auf den Boden schmeißen und dem Ganzen erstmal zu seiner vollen Pracht verhelfen, insbesondere der Blätterbordüre.




Ganz schönes Frollein Empfinderlich, dieses Seidengarn. Es mag nur ganz leicht gestreichelt werden beim Spannen, ihr seht es hier auf diesem Bild ganz gut. Etwas zuviel des Guten und schon streichelt man lange Flusen, Wasser mag sie  nicht so gerne, die edle Seide. Heut muss sie da  mal durch, aber ich hab ihr fest versprochen: den Rest ihres Daseins in der Wollwelt Wasser nur im äußersten Notfall! In diesem Zustand haben wir einen Längenzuwachs von 40 cm, 2,10 Meter liegen auf meinen Matten mit einer Breite von nur noch 26 cm. Sie wird sich aber nach dem Trocknen bestimmt wieder etwas zusammen gezogen haben, schaun mer mal ♥




Und hier ist es nun, mein Ganzjahrestuch, geht auch als Schal durch...

Saroyan Deluxe



mit einer stattlichen Länge von 2,10 bei einer Breite von 26 cm...also nix mit wieder etwas Zusammenkrumpeln nach dem Waschen.



Eine dezente Blätterbordüre ziert das glatt rechts gestrickte Tuch, das ansonsten nur mit edlem Material und dezentem Schimmer glänzt. Eine wirklich schöne Anleitung von Liz Abinate, die es bei ravelry auch noch kostenlos gibt, klasse!


Natürlich gibt es jede Menge Tragemöglichkeiten für Saroyan ausser der auf dem 1. Bild, auf dem alle 4 Farben gleichzeitig zu sehen sind. 3  weitere zeige ich auch noch schnell:


oder vielleicht so:


und noch eine letzte:


Viele weitere Spielereien mit den Farben, Verschlingungen, Verknotungen oder Verzierungen mit Anhängern, Bommeln oder Tuchnadeln kann ich mir vorstellen, ihr ja sicher auch.

So, und hier kommt der Link zur Anleitung, sollte wieder jemand noch keinen ravelry-account haben, kann er die kostenlose Anleitung auch gerne von mir haben, gibt es allerdings wieder nur in english.Schickt mir einfach einen "emil" ♥

Und weitere Infos zu Garn und Anleitung findet ihr hier.

Die Silk Iceland, die zugegebenerweise wieder zu den preislich höher angesetzten Garnen gehört, ist eine schöne Garnalternative für Wollallergiker, die sich trotzdem einen Hauch nicht kratzenden und sehr angenehmen Luxus für den Hals gönnen möchten. Für ein Oberteil halte ich sie allerdings für ungeeignet, denn  man braucht wegen der kurzen Lauflänge eine größere Menge, was das Strickstück wieder sehr gewichtig macht. Dies wird sich beim Tragen auf jeden Fall negativ auf die Länge auswirken. Sie mag Wasser nicht so gerne und ist sehr empfindlich...nicht das richtige Garn für ein Oberteil, das man auch regelmäßig im Sommer tragen und waschen möchte. Für Tuch und Schal ist es aber perfekt.

So Mädels, jetzt allen ein sonniges und warmes Wochenende und nu aber schnell weg vom Rechner und raus in die Sonne!!!!
 
Eure Andrea