Sonntag, 27. Februar 2011

Zu spät letzten Sonntag?

Nicht so schlimm, heut gibts neue Schal-  und Tuchanhänger!!!!






Und für jeden Farbgeschmack etwas dabei....EDIT: die Frühlingsgrünen sind die letzten:


 Und wo bekommt ihr sie? Na klar, in WOLLkenlos......
Okay, okay......Sonntag gibts Nachschub!!!

Dienstag, 22. Februar 2011

Nur mal so.....

Ich schau aus dem Fenster: blauer Himmel, Sonnenschein, klirrend kalt und klar die Luft.

Ich schau ins online-banking: Steuerrückzahlung und kleiner Lottogewinn drauf.

Na, das kann ja nur ein toller Tag werden.....aber schade, muss den ganzen Tag arbeiten, aber die Schuhgeschäfte haben auch nach 17 Uhr noch auf....na dann!


Einen schönen Dienstag wünsch ich euch
meiner hat Potenzial zur Note Sehr gut

Sonntag, 20. Februar 2011

WOW, das gibts doch nicht!!!!

Ich bin baff!!! Schon über 3000 Mal ist mein letzter Artikel über das Bisongarn seit letzter Woche schon gelesen worden, etliche Kommentare hier und bei ravelry und jede Menge emails haben mich erreicht und ich bin spachlos über die überraschende Resonanz.....und stolz wie Bolle. Dankeschön an alle!

Einige Fragen habe ich direkt beantwortet, aber einige beantworte ich jetzt auch hier, damit sie mir nicht immer wieder gestellt werden.

1. Nein, die Anleitung für clockwork von Stephan West gebe ich nicht einfach kostenlos weiter und ich übersetze sie auch vorher nicht ins Deutsche.

2. Nein, ich bekomme kein großzügiges Gehalt  von Herrn Pascuali  für meinen sehr ausführlichen Bericht , ich bekomme aber das Garn geschenkt, darf den Schal behalten und er war hoch erfreut über meine Zeilen. Und das find ich alles ganz toll!!!!

3. Ja, der Schal ist nach dem Waschen noch etwas gewachsen, ungefähr 20 cm in der Länge. Und ja, ich gönne jedem meiner Strickstücke ein schönes Bad, denn dann wird es so richtig schön im Maschenbild.

4. Ja, ich kann gerne einige von diesen Anhängern basteln und in meinen WOLLkenlos-Shop stellen.

Und das hab ich heute auch sofort gemacht, versprochen ist versprochen. Ihr findet sie im Shop, hier ist ein Foto von allen, nur die violettfarbigen hab ich nicht richtig vor die Linse bekommen, die Einzelfotos sind da besser...puh, das ist aber auch ein Ding mit dem Lila!


 Viel Zeit zum Stricken hatte ich diese Woche nicht, musste nämlich ständig Geburtstag feiern und lecker essen oder arbeiten, aber ein kleiner Schal ist fertig........


Infos zu Garn und Anleitung gibt es wieder hier.....

..und ein Filzexperiment für meine Merlemaus passend zur kleinen Tunika


Ansonsten warte ich sehnsüchtig auf den Frühling und hab schon mal mit dem Großreinemachen begonnen.......damit ich fertig bin, wenn die Sonne scheint und ich meine Freizeit draußen verbringen kann.

Heut also nur ein kleiner Artikel, ich möchte gerne was nadeln, bevor das zu kurze Wochenende schon wieder von dannen eilt......

Erkenntnis der Woche:
Erfolg- der Sieg der Einfälle über die Zufälle!

Harald Kremser

Und Mädels, immer schön geschmeidig bleiben.....

Eure Andrea

Sonntag, 13. Februar 2011

Teststrick im Februar: "Die Schöne und das Biest"

So Mädels, es ist soweit, ich stelle euch heute das 1. Testgarn  von Pascuali vor. Erstmal die trockenen Fakten, damit man auch weiß, mit wem man es jetzt hier zu tun bekommt:

Luxurios Buffalo Down 

100% Bison

22 Gramm / 92 Meter

Preis: 38,99 Euro / 100 Gramm 177,23 Euro

Produktbeschreibung bei Pascuali

Aus dem Unterfell des nordamerikanischen Bisons wird ein weiches Garn in natürlichen Brauntönen gewonnen. Dieses Garn ist besonders hautverträglich und ist sogar für Waschmaschine und Wäschetrockner geeignet.
Diese luxuriöse Wolle ist viel feiner als Kaschmir und gehört zu einen dem edelsten Faser der Welt.

Es kam ein kleines, unscheinbares  braunes Päckchen an und ich war schon ganz aufgeregt, schließlich stand ich kurz vor einer Weltpremiere....Bisonwolle! Irgendwie kam ich mir vor  wie im guten alten "Wilden Westen" kurz vor dem 1.Besuch eines bunten Indianerdorfes zum geplanten  Stricktreffen in gemütlichen Tipis bei den lieblichen Squaws "Gelbe Feder" und "Aufgehende Sonne" von "Sitting Bull" und "Crazy Horse", um für die harten Winter  in der Prärie lange Unterhosen aus Bisonwolle zu designern, damit die Krieger beim Sonnentanz nicht  erfrieren. Und ich wußte  ja schon, dass in der einfachen  Schachtel eine wirkliche Kostbarkeit aufs Auspacken wartete........


100 % buffalo in einem schönen Braun wie Zartbitter-Schokolade....welches Tier ist das denn nun genau? Ist es Büffel oder ein Bison oder ein Wisent oder ist ein Büffel das selbe wie ein Bison? Gesehen hat man diese riesigen Tiere ja schon öfter, schließlich hat man ja schon einige Jahre auf dem Buckel und damit etliche Tierparkbesuche und John Wayne- Cowboy und Indianer-Western hinter sich.

Hier also die Aufklärung: Ein Bison in Nordamerika hat auch den Beinamen "Indianerbüffel"  oder wie  bei den Sioux  "Tatonka" und ist daher für mein Verständnis ein und das gleiche Tier. Sage ich nämlich Büffel, meine ich eigentlich Bison....groß, bullig, wütend, in riesige Herden wandernd durch die Gebiete der Comanchen und Sioux und Iowas, Hauptnahrungsmittel und Hauptmodeausstatter etlicher Indianerstämme im mittleren Westen der USA, als Karl Lagerfelds Urgroßvater noch mit seinem Papa über die Hecke gesprungen ist. Richtige Büffel, die auch so heißen...lach....gibts im schönen Afrika und das Bison heißt in Europa Wisent.....tja, da darf man ja mal durcheinander kommen!


Auf jeden Fall meine ich dieses imposante Tier, Ehre wem Ehre gebürt:



Hält man 100% Schafwolle oder auch normales Sockengarn an die Nase, riecht man "die Mäh "auch...ein ganz typischer Geruch, der einen sofort an einen Schafstall erinnert. Oft sind auch noch kleine Strohstückchen rauszupiddeln....bei Kaunigarnen z.B. find ich das immer ziemlich lästig.


Was aber würde mich denn jetzt erwarten, wenn ich das Wollweltnäschen in eines dieser kleinen Knäuel stecken  würde: ein Hauch von Moschus, Wildgestank? Nein, alles falsch! Man riecht nix, überhaupt nix....allerhöchstens eine Spur von "Frischgewaschen", das ist ja schon mal klasse. Vorsichtshalber hab ich das Garn auch mal Katerchen vor die kleine Nase gehalten, er hat ein paar tiefe Züge genommen und sich dann gelangweilt abgedreht. Hatte ich doch erwartet, er würde mit dickem Schwanz das Weite suchen.  Riechtest bestanden, sehr gut  - setzen!!!


Die nächste Prüfung stand ganz im Zeichen von Befummeln. Fummeltests mach ich ja furchtbar gerne und zugegebenermaßen befinden sich in meinem stash so manche Knäuelchen, die  es immer noch nicht auf die Stricknadeln geschafft haben, weil ich mich noch nicht davon trennen kann....wegen diesem wunderbaren Fummelgefühl. So manche von euch könnten da sicher mit mir einen Fummelclub gründen...stimmts?! Wie auch immer, mein Bisongarn ist weich, sehr weich, ich hab noch nichts weicheres gefühlt. Merino ist ganz weich, Alpaca ist viel weicher.....aber Bison, wow!!! Fummeltest bestanden, sehr gut - setzen!!!

Es handelt sich um ein 3ply - also 3fädriges Garn, es ist federleicht. Rechnet man die Angaben hoch, errechnet sich eine Lauflänge bei 50 Gramm von 209 Metern, vergleichbar also mit Sockenwolle. Wenn ich aus solch dünner Wolle etwas anderes als Socken stricke, entscheide ich mich meistens für Krausrechtsrippen, den garterstitch. Dieses Muster aus ausschließlich rechten Reihen ergibt immer eine schönes voluminöses Strickstück, viel dicker als ein Glattrechtsgestrick. So habe ich mich auch bei diesem Teststrick für Rippen entschieden, die dann meinen Hals schmücken sollen. Und es sollte eine Kombination aus zwei Garnen werden, damit ich euch Unterschiede auch zeigen kann. Meine Wahl fiel auf eine Alpaca-Seiden-Schönheit, auch ein sehr schönes weiches Garn und doch ganz anders.

Gestrickt habe ich mit Nadelstärke 3,5, schöne spitze Lacenadeln aus Metall und so flutschte alles  von allein. Bisonwolle ist  ein kurzfaseriges Garn, matt und  etwas unregelmäßig versponnen. Nicht ein einziges auch noch so winziges Strohfädchen, dass ich vielleicht zu Gold spinnen könnte, schließlich hat diese Kostbarkeit auch ihren Preis. Selten findet man ein längeres Haar wie beim Alpaca, das dann aber nicht am Gestrick absteht, sondern im Faden steckt und mitgestrickt wird. Wie ihr hier seht, sind alle abstehenden Härchen in petrol, keines ist braun.






Das Stricken an sich war Luxus pur. Alpaca ist ja schon ein Fest für die Sinne, aber dazu noch das Bisongarn und die Gewißheit, dass man sich da etwas nadelt, dass alleine durch seinen Preis zum Luxusartikel avanciert, machen Strickereien aus Bison sicherlich zu Einzelstücken, sehr wertvollen allerdings, und zu lebenslangen Freunden. Der Beschreibung  "besonders hautverträglich" kann ich als Neurodermitikerin zu 100 % zustimmen, nicht die kleinste Pustel an meinen Händen. Das 1. der 22 Gramm Knäuelchen ist verstrickt und die Hälfte meines geplanten Halstuches ist bereits fertig. Ich bin sehr erstaunt, dass ein solch bulliges Tier der Lieferant für ein so weiches und edles Garn sein kann. Also auch den Stricktest bestanden - sehr gut -  setzen!!!








Auf der Banderole steht ja waschmaschinen- und trocknergeeignet...nee, nee, nix da....schön ins Handwaschbecken damit, ich bin doch nicht ballaballa und strick mir nen Wolf ( mit dem könnt ich ja tanzen!) und dann passt das Tuch um Merles Hals. Und siehe da, das Alpaca färbt, das Bison nicht...Kunststück, ist ja Natur pur.

 
Alles kein Problem, schön entspannt und weich wie Watte konnte sich Tatonka auf Klausis Knut, Katerchen war unterwegs, ausruhen und trocknen. Alles sitzt, passt, wackelt und hat Luft! Waschtest bestanden, sehr gut, setzen!!!!





Ich hab ja jetzt gut reden, denn das Garn war  ein Geschenk, das eine wie das andere. Und zugegeben, für die benötigten 3 Knäuel Bison und 2 Knäuel Bremont Carmen (wovon aber jeweils ein Rest bleibt), ein Geschenk der wollerey, muss man einen stolzen Preis bezahlen. Dafür hat man dann aber auch etwas ziemlich Außergewöhnliches, etwas  ganz  Besonderes, Luxus der doppelten Art: beim Verstricken und beim Tragen. Ein Pullover aus diesem Garn ist sicher undiskutabel, aber ein kleines Strickstück, dass keinen Reibungen, Zerrungen und etlichen Wäschen ausgesetzt wird wie z.B.  ein Halstuch....na Mädels, das kann man dann doch mal auf seine Geschenkewunschliste setzen, wird sich schon ein "Opfer" finden.Und wenn man bedenkt, was ein Flugzeug kostet..........


Und da mich dieses Strickstück irgendwie so Sioux-mässig inspiriert hat, durfte doch Silber und Türkis mit den Farben des Tuches nicht fehlen, eine Superidee von Herrn Wollwelt und so musste  etwas Indianerschmuck  her. Kann man einhängen, wo immer Squaw möchte, ich hab nämlich Karabiner dran gemacht. 





So entstand  mein Traumhalstuch, darf ich vorstellen:



Die Schöne und das Biest
und damit meine ich Alpaca und Bison


Eine Kombination aus Braun und Petrol find ich oberklasse und es wird noch kühle Tage im Frühjahr geben, an denen  mein Tatonka und ich gemeinsam durch die Prärie reiten werden.Was mir noch fehlt, wäre ein Pferd......aber es geht auch zu Fuß.



Infos zu Anleitung und Garn findet ihr hier.

Und wäre ich nicht Andrea, könnte ich mich kurz fassen, wäre ich nicht so pingelig, nicht so begeisterungsfähig....ja dann hieße meine Beurteilung: schön, schön, schön.

Aber ich bin ja....

Eure Andrea, heute blonde Pocahontas, schon super gespannt auf das nächste Testgarn