Mittwoch, 27. Oktober 2010

Vom weiblichen Städter an sich, 4facher Frauenpower und kunterbunten Sonnenstrahlen im Winter

Ha!!!!! Ich hab das genau gemerkt, Mädels!!!!!!!!
Haben mir doch am Wochenende ganz schwer die Örkes geklingelt!!!!!
Und ich weiß auch ganz genau warum!!!!!!
Weil ich so vielen von euch in den Sinn gekommen bin, stimmts?!?!?! Ihr könnt das ruhig zugeben, ich habs ganz genau gespürt und musste immerzu grinseln....lach.
Und wieso war ich in euren Gedanken? Na, weil ihr mich schon gut kennt, und.......
.........weil das hier wieder los gegangen ist...freu!!!!




Da haben unsere mutigen Skihasen doch gleich mal der bildhübschen Konkurrenz gezeigt, wo der riesenslalommäßige Hammer hängt.....in Sölden....aufm Gletscher....zumindest Samstag bei Klassewetter!!! Leider konnten die Herren da am Sonntag nicht nachziehn, der Berg ruuuuuft......und der Nebel kam.
Und bei Wollwelts " the same procedure as  every year" .....ich liiiiiebe eben Wintesport....als begeisterter Couch-Potato. Mal schaun, wie ich das alles mit Job und Haushalt und Hobby so unter einen Hut bringe...ich seh schon, das wird ein interessanter Winter....mit WM in Garmisch.....aber erst im Februar.


Aber ich kann auch ganz anders - Frauenpower pur  sozusagen. Jahaaaa, und das geht so:


Männer und Frauen unterscheiden sich ja in allen Belangen des Miteinanderlebens um Welten, das ist evolutionsbedingt und leider unabänderlich. Meine Freundinnen und ich haben diese unumstößliche Tatsache jetzt voll akzeptiert und nehmen die Dinge selbst in die Hand.

Männer planen eine handwerkliche Aufgabe gerne minutiös wochenlang im voraus, geistig, schriftlich und mündlich werden mehrere Möglichkeiten zu anstehenden Aufgaben von vorne, hinten, rundherum und untendrunter ausdiskutiert und etliche mehrstündigen Aufenthalte in diversen Baumärkten werden notwendig. Frauen sind da eher spontan. Beide Sichtweisen führen zum gewünschten Erfolg, hinterher weiß man hier wie da so einiges aber  immer besser. Der weibliche Städter an sich krempelt also die Ärmel hoch und legt dann mal einfach los.


Im vorigen Winter hat sich meine Freundin Rieke doch einen Kaminofen gekauft, vor dem wir alle gut und warm so manche Stunden total gemütlich gestrickt haben und das  ist für die Zukunft auch nicht anders geplant. Aber jede Annehmlichkeit muss ja vorbereitet werden.....




Letzte Woche hat sie dann 4 Raummeter Brennholz für die kommende Heizsaison bestellt und wir haben alle parat gestanden, um zu stapeln. Jetzt hat der weibliche Städter an sich ja keinerlei Ahnung, wieviel Holzscheite das nun sind, aber voller Vertrauen auf die Kenntnisse der netten Dame am Holzhandelfachgeschäftstelefon wurde diese Menge eben geordert. Eine Schubkarre wurde gekauft, eine Lagerungshilfe und für 4 Paar Arbeitshandschuhe war auch gesorgt, damit  auch kein winzigstes Splinterchen dem Lieblingshobby ein Ende machen konnte. Um 10 Uhr war Treffpunkt und das Holz lag schon in der Einfahrt.....wow!


Um diese Menge an Wald körperlich unbeschadet von A nach B zu transportieren, braucht es ja wohl genügend Kraft. Also hat der weibliche Städter an sich vor der Hauptarbeit erstmal ein leckeres Frühstück vorgesehen, schließlich benötigt der Körper haufenweise wohlschmeckende knusprige Kohlenhydrate für derart frauenuntypische Schwerstschwerstschwerstarbeit, also meiner auf jeden Fall! Gesagt getan, der Tisch war schon gedeckt und der 1. Teil  der Operation " Robin Wood" konnte in Angriff genommen werden:





So, gute Vollkornkohlenhydrate sind postwendend in Hirn und Oberarme gewandert und jetzt aber ran an die Bulletten!!!! Ich war die Herrin der Schubkarre, so ca. 25 Mal, Rieke die Herrin der Körbe.....Verena hat die kleinen Scheite auf der Terrasse gestapelt, Helga die Großen im Garten. Alle 4 haben wir ohne Pause, ohne  Worte und ohne Probleme  Hand in Hand aus dem großen Haufen einen kleinen gemacht. Der weibliche  Städte an sich bestellt ja für solche Aktivitäten auch immer Kaiserwetter, also flogen die Mützen und 3 Lagen Vliesjacken nach ner halben Stunde schon in die Büsche......puh, ganz schön schweißtreibend, diese Forstarbeit. Außer bei Verena, da ist das lila Beret in der kalten Jahreszeit praktisch an der Kopfhaut festgewachsen.....lach.




Dafür, dass der weibliche Städter  an sich ja von Tuten und Holzstapeln keinerlei Dunst hat, hält aber alles prima.....lach! Aber es besteht wahrlich Verbesserungsbedarf für kommende Operationen gleicher Art, doch die Katze purzelt schon mal nicht durch die Gegend. Aber nach etwas über einer Stunde war die Arbeit  erledigt, die Reste aufgekehrt, der Fall "Kaminholz" abgeschlossen. Die Stapeltechnik sieht irgendwie nicht aus wie bei "Schöner Wohnen", aber wir wollten ja auch keinen Schönheitspreis damit gewinnen, kommt ja eh ne Plane drüber......hüstel,hüstel.




Wat mutt dat mutt, ne Mädels?!?!?!? Und der weibliche Städter  an sich macht sich ja gerne Spaß und  aus Holzschleppen  ein fröhliches Event!






denn:




Ok, Männer, 1 Stunde in der Woche dürft ihr auch vors Feuerchen...... mit Bärenfell.....nackisch selbstverständlich....der weibliche Städter an sich hält viel von Schadenfreude.....und lustigen spontanen Veranstaltungen...., aber nur 1 Stunde, denn dieses Jahr sind eben wir sind die Herrinnen des Feuers......evolutionsbedingt und leider unabänderlich.


Außer Holzarbeit gabs auch noch Nadelarbeit und diesmal hat Merle eine neue Winterjacke bekommen, denn wir haben jetzt nach 7 Wochen doch schon 50 cm und 3,5 Kilo zu vermelden.

Sunshine in winter




Mal wieder so ein "OhneNahtProjekt", schnell genadelt und total praktisch.







Die süßen Holzknöpfe sind noch aus Bad Harzburg.....bin eben auch Jäger und Sammler.....und nehm gern was auf Vorrat mit, wenns mir gefällt. Ihr seht ja, irgendwann findet alles seine Bestimmung.






Infos zu Anleitung und Garn findet ihr hier.
  
Petra hat sich noch Stulpen gewünscht mit 2 Daumenlöchern, damit sie sie beidseitig tragen kann. Sie war hier und hat sich das Garn ausgesucht und gestern die Stulpen abgeholt. Wunsch erfüllt...prima! Ganz puristisch gestrickt, 40 Maschen angeschlagen, in Runden, nur die Daumenlöcher in Reihen...fertig.


Und ich hab mir ne feine neue Jacke geleistet....mal nicht selbstgestrickt, sondern von meiner Lieblingsdesignerin Gudrun Sjöden. Sie ist weiter ausgeschnitten, darum musste noch ein weicher Halswärmer her. Und da kam mir ja die kürzlich ergatterte Silk Garden von Noro gerade richtig. Schaut mal, schön,ne?!?! Frau Wollwelt mags halt gerne kunterbunt!!!!


Sieht aber auch zu schwarz klasse aus. Und dieses Noro SIlk Garden ist zwar sauteuer, aber auch wirklich was Besonderes.



Infos zu Anleitung und Garn findet ihr hier.


Erkenntnis der Woche:

„Willst du eine Rede hören, dann wende dich an einen Mann. Willst du Taten sehen, dann geh zu einer Frau.“

Margaret Thatcher (*1925), engl. Politikerin, genannt "Die Eiserne Lady", 1979-90 brit. Premierministerin

Katerchen und ich freuen uns schon auf nächste Woche. Bis dahin ist auch der Muskelkater wieder weg....lach!!!!

Eure Andrea

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Vom weißen Neger Wumbaba, wilden Hamstern,dem Abschied des Sommers und Mups

Man muss sich ja im Laufe einer Woche so einiges an Werbung antun, wenn man mal etwas Interessantes in der Flimmerkiste anschaun möchte. Dabei ist es auch völlig schnuppe, ob man einen öffentlich-rechtlichen oder einen Privatsender eingeschaltet hat. Frau Wollwelt schafft das mit dem Gucken ja ehrlich gesagt nur bis maximal 21.30 Uhr, dann leg ich die Brille auf den Tisch und maximal 30 Sekunden später muss Herr Wollwelt den Ton lauter stellen, damit er trotz meines Schnarchens dem Programm noch folgen kann. Da aber vorher bei einer Serie die Werbung spätestens nach 7 Minuten schon die 1. Pinkelpause möglich macht, ich aber einfach nicht jede 15 Minuten stoffwechselabhängige Grundbedürfnisse verspüre, komme ich also einige Male  in den Genuß von mehr oder weniger sinnbefreiter Werbung, bevor ich alle Schotten dicht mache.

Tante Wicki meint dazu: Werbung dient der gezielten und bewussten als auch der indirekten und unbewussten Beeinflussung des Menschen zu meist kommerziellen Zwecken.

Jau, das klappt bei mir auch, manchmal. Aber meistens lach ich mich echt kaputt wegen selten blöder Verbraucherinfirmationen. Es wimmelt nur so von Herren, die  "weniger müssen müssen"- Damen, die sich so aufgebläht fühlen und auf gut gemeinten  Rat ihrer Freundinnen  ud Leidensgenossin in spe nun endlich ihre Verdauung in Schwung bringen  können  - weiteren sportlich sehr aktiven und attraktiven Damen, die ihren angeblich gepamperten Hintern  gekonnt und keck in die Kamera stippen - die Liste ist lang,lang,lang........!!!

Doch jetzt hab ich einer Werbung wirklich Unrecht getan......nämlich der für ANTRA, einem Mittel gegen Sodbrennen. Ich finde, es ist eine wirklich unspektakuläre Info.....bis auf den Satz: die patentierte Mupstablette. Mups?!? hä......wat is dat denn??????

Sofort muss ich an ein kleines Büchlein denken, dass ich schon oft gelesen und noch öfter verschenkt habe: Der weiße Neger Wumbaba, das kleine Handbuch des Verhörens.
Schon von meiner Jugend an und bis zum heutigen Tag singe ich furchtbar gerne die Texte von Liedern, die mir gefallen, lautstark mit. Und natürlich verstehe ich bei vielen Texten immer nur Bahnhof und Kofferpacken.  Ich & Ich singt z.B.  im Lied "Pflaster":

Du bist das Pflaster für meine Seele
Wenn ich mich nachts im Dunkeln quäle
Es tobt der Hass da, vor meinem Fenster

Bei Wollwelts tobt natürlich ein wildgewordener Hamster vor dem Fenster und irgendwie macht er das weiterhin, obwohl man es doch eigentlich mittlerweile besser weiß.....lach. Bei englischen Texten greift man ja beim Trällern auch schon mal zu Worten, die man eigentlich in keinem dictionary findet....ein Hoch auf die künstlerische Freiheit aller HobbyMariahCareys....schließlich kann man nicht noch stundenlang überlegen, was das wohl heißen soll....Hauptsache man quietscht laut mit.

Da es ja uns allen so geht, wir uns versprechen und verhören, findet sich jeder in dem kleinen Buch wieder und hat seinen Spaß daran. Also fast alle, denn wie ich hier lesen konnte, gibt es mal wieder Leute, die das Gras wachsen hören und in den 2 Worten "weißer Neger" rassistische und diskriminierende Beweggründe erahnen...wat fürn bullshit!!!!

Jetzt ist die Mupstablette zwar kein Liedtext, trotzdem dachte ich an einen Wollweltschen Verhörer. Nöööööö, weit gefehlt, die gibbet tatsächlich. Man wird so alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu, büddeschön!!!


Es wird kalt! Trotzdem haben die Wollwelts am vorletzten  Wochenende doch noch eine letzte Tour in die EIfel gemacht, den Nürburgring besucht und damit die Cabriosaison 2010 beendet: noch schnell in die Senfmühle und den leckeren Honig-Mohn-Senf ergattert und bei strahlendem Wetter durch das restliche kleine Monschau eine keine Rundtour gelaufen.

Im Printenhaus war schon mächtiger Andrang, es geht auf Weihnachten zu und Vorräte an Leckereien werden angelegt...oder direkt verputzt.




Alle Straßencafes waren noch mal bis auf den letzten Platz belegt und jeder hob noch mal die Nase in Sonne und Wind, bevor jetzt bald der November kommt mit Feuchte und Dunkelheit.


Ein wenig Wehmut macht sich breit, ein letztes Mal die Himmelsleiter fahren......


und ein letztes Mal mit dem Sonnenuntergang heim fahren...na dann...tschüß Sommer, bis bald!


Jetzt also kommt die Zeit für Schals und für Pulswärmer. Und da ich ja keinen Meter Wolle wegwerfen kann, besonders nicht von teurer Alpakawolle, sind diese Woche schöne kuschelige weiche Stulpen enstanden. Schlicht, nur ein paar Blockstreifen, aber von hoher Qualtität.


2x pures Alpaca und eine Alpaca/Mohair/Schurwolle-Mischung vereint in Glattrechts.


Infos zu Anleitung und Garn findet ihr hier

Erkenntnis der Woche:

Werbung:  Der Versuch, Leuten Geld aus der Tasche zu ziehen, das sie nicht haben, damit sie Sachen kaufen, die sie nicht brauchen, um Leuten zu gefallen, die sie nicht mögen.“

In diesem Sinne wünsch ich euch eine schöne Woche ohne Notwendigkeit einer MUPS-Tablette und singt wie der Teufel laut und quietschend die schönste Lala in noch nicht entdeckten Sprachen, tanzt dazu wie wild durch die Hütte......ihr seid  nicht alleine und die Verdauung kommt in Schwung!

Eure Andrea

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Von schlechten Konzerten ohne Musik, endlich Crepes für alle und einem Dutt nur für Birgit

Also echt jetzt  , was wollt ihr eigentlich?!?! Euch meine ich.....euch Türken in Berlin, die ihr euch Fußballfans schimpft, ja, genau euch!

Mit Stolz geschwellter Brust erzählt ihr während der WM, dass euer Landsmann , der kleine Özil, in der Deutschen Nationalmannschaft spielt und so erfolgreich ist . Gemeinsam feiern wir wochenlang ein Spiel nach dem anderen, an allen puplic viewing Plätzen erinnern wir uns an die schönsten Fotos von begeisterten Multikultifußballfans und die Sprüche über die fantastisch spielende Deutschlandelf, schließlich würde man sich selbst auch als Deutscher sehen und selbstverständlich mitfiebern bei der  Nationalmannschaft. Nach diesem so positiven Großereignis geht der blutjunge Mehmet zum Giganten Real Madrid und schon wieder ist man Stolz wie Bolle auf ihn.

Und dann kommt ein Länderspiel Deutschland:Türkei und was passiert: Ihr pfeift ihn derbe aus, sobald er auch nur den Ball anschaut....frei nach dem Motto: Was interessiert mich mein Geschätz von gestern!

Also ich kenn das nur so: Man ist Fan einer Mannschaft, man feuert sie an, schreit die Bälle ins gegnerische Tor, meckert auch  über lahmarschige eigene Spieler, unfaire Gegner oder stockblinde Schiedsrichter...kurz, der Fußballfan im Allgemeinen kann ja alles viel besser als die Spieler und Schiedrichter auf dem Platz einschließlich Trainer, Betreuer und Ersatzspieler. "Tret ihm in die Wade, der hat doch 2 Beine!!!!" oder "Schiedsrichter Telefon!" und auch verbal Schlimmeres ist ja völlig normal bei einem hitzigen Fußballspiel. Nach dem Spiel wird stundenlang nachdiskutiert, alle "Hättewärewennsundabers" bei einem kühlen Bierchen auf den Kneipentresen mit leeren Pilsgläsern und Bierdeckeln nachgespielt und dabei ist es auch völlig wurscht, ob die eigene Manschaft das Spiel jetzt gewonnen oder verloren hat. Die Fans unserer Borussia z.B. stehen wie eine Eins hinter ihrer Mannschaft, nichts kann daran etwas ändern: ob Abstieg, wieder Aufstieg, wieder Abstieg, wieder Aufstieg......ein Borussenfan leidet mit, freut sich, schimpft...aber niemals würde er seine Spieler fallen lassen,niemals!

Dass sich aber eine Riesenmenge von 40.000 Türken gar nicht erst auf die türkische  Mannschaft konzentriert, sondern verbissen jeden Schritt vom vermeindlichen "Verräter" Mesut verfolgt, um im entscheidenen Moment in ein ohrenbetäubendes Pfeifkonzert zu verfallen....echt armselig.


Hallo, gehts denn noch? Berlin, Bundeshauptstadt, liberale Weltstadt, du hast da wohl einen integrativen Dämpfer gekriegt.........hat aber nix genutzt, sein Tor ist für Deutschland, dem Land, in dem er geboren und aufgewachsen ist. Und wir sind stolz auf ihn, nicht weil er türkischstämmiger Deutscher oder deutscher Türke ist, sondern weil er klasse Fußball spielen kann. Und das tut er für das Land, in dem auch ihr lebt........Integration- Herstellung eines Ganzen-  ich lach mich schlapp, leider!

Was wirklich zum Lachen ist, weil ich mich sehr darüber freue: der Herbsttermin fürs Treffen in Ahrweiler steht:

  • 29.10.2010, 10.00 am Wollladen "Dat Lädche" , Niederhutstr. 17, Ahrweiler.
Solltet ihr also Lust und Zeit haben, wir...also Antje, Brigitte, Regina und ich, sind da, warten auf euch und freuen uns auf die nette Einladung zum Cappucchino von Frau Adams.


Darf ich nun vorstellen, das hier ist Ebony, ein kleiner Luxushalsschmeichler. Das Garn der Wollweltschen Wahl ist Debbie Bliss Alpaca Silk DK, und so ist auch die Zusammensetzung: 80% Alpaka, 20% Seide.


Ebony kann man locker bei Bedarf bis an die Ohren ziehen, wenns draußen kalt pfeift und jodelt.



Wirds zu warm, einfach Knöpfe öffnen.......schwups, der Dampf kann entweichen...lach!



Ziehts dann doch am Hälschen, Knöppe wieder zu.......alles  wieder  paletti!
Ich liebe solche Halsschmeichler, sie tragen ihre Namen zu recht und verschaffen mir genau wie meine heißgeliebten Pulswärmer immer ein angenehmes Körpergefühl in der kalten Jahreszeit. Dieser allerdings ist ein Weihnachtsgeschenk.........


 Infos zu Anleitung und Garn findet ihr hier.

Und diese Bilder sind nur für dich, liebe Frau Wolltrunken und damit die Antwort auf deine Bitte  in den Kommentaren von letzter Woche: Frau Wollwelt, Ebony und ihr Duttkissen!


 
So schaut also eine Frisur damit aus, ganz locker zusammengebunden und die Zippel gucken raus......bin ja schließlich alles andere als eine grazile Ballerina mit strenger Frisur...pruuuust!




Und wie man das macht? Ganz einach, liebe Birgit: Erst machste dir einen Pferdeschwanz, wo du ihn magst, ganz unten, mittig, rechts, links, ganz oben. wie die Witwe Bolte,die das auch mal gerne wollte...lach, nu mal ernst Andrea.....also unten. Und dann ziehst du den Schwanz durch das Loch von dem hier:


Jetzt verteilst du deine Haarpracht rund um das Duttkissen und ziehst ein zweites Gummi drüber...fettisch! Dauert 1 Minute.....Kissen kriegste bei Rossmann für ca. 3 Euronen.

Und, liebe Birgit, weisse jez Bescheid Schätzelein....lach???!!!

Erkenntnis der Woche:

„Wenn ein deutsch-türkischer Comedian auf die Bühne gehen kann, ohne zu thematisieren, dass er Deutschtürke ist - das ist vollendete Integration.“

Kaya Yanar, (*1973), deutsch-türkischer Komiker und Fernsehmoderator

 Bis nächste Woche Mädels und denkt dran, immer schön viele schöne Knäuel Wolle zu noch schöneren Strixseleien zusammenfügen,denn...

Wir hier beherrschen das zu 100% mit der Integration,jawoll!!!!

Eure Andrea, die die Heizsaison eröffnet hat!

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Von Geld, das nicht stinkt, Heringen auf Tellern und etwas Sarkasmus im Staate Dänemark

Heut ist Tatsache schon wieder Mittwoch....Kolumnentag in der Wollwelt!

Das allerdings  wirft diese Woche mehrere Fragen auf:

  • Warum vergeht die Zeit schneller, wenn man berufstätig ist?
  • Warum schläft man plötzlich wie ein Stein?
  • Warum macht man im Haushalt ganz tough, ganz fest und ganz gerne beide Augen zu?
  • Warum weiß man am Abend nicht, ob man überhaupt mal Pippi machen war?
  • Warum wird der Kühlschrank eigentlich kaum leerer? 
  • Warum zeigt die Waage oh Wunder plötzlich weniger?
  • Warum zieht man freitags keinen Hering mehr vom Teller, auch nicht den Allerkleinsten?
  • Warum tut man sich  das an?
Tja, weil Geld nunmal nicht stinkt und Selbstverdientes duftet irgendwie besonders gut. Und ohne Moos nix los im Staate Dänemark Deutschland und das wird ja wohl auch nicht mehr besser werden.


Montagmorgen führte mein 1. Weg zu meiner Ärztin, neiiiin, ich bin nicht krank, jedenfalls nicht akut. Bin halt nur erhöhter Blutdrucker...lach...wär auch lieber Gelddrucker oder wenigstens Buchdrucker....aber ich brauche meine Tabletten, damit das große Herzchen nicht so wüst pumpen muss. Bevor jetzt aber überhaupt irgendetwas passiert: 10 Euro abdrücken! Mit dem Rezept dann in die Apotheke, noch ein Röhrchen Thomapyrin dazu, Nasentropfen und ein Grippemittel, und: 30 Euro abdrücken. Seit 1. September hat der nette, junge, dynamisch ideenreiche, aber leicht überforderte Herr Rösler meine Pillen nämlich von der Nichtzuzahlung befreit.... aha!   Natürlich kommen die monatlichen 8 € Zusatzzahlung meiner Krankenkasse noch dazu und so bin ich am 4.10. schon 48 € quitt. Nächste Woche hab ich einen Zahnarzttermin: 10 €, natürlich bevor ich das schicke Papierlätzchen anziehen darf. Bonusuntersuchung und professionelle Zahnreinigung stehen an, da bin ich mit 55 € dabei. 48+65= 113€. Die von mir immer noch gern praktizierte Umrechnung in DM erspar ich euch jetzt. Ich will auch nicht meckern...jedenfalls nur ein bisken.....denn!!!!!!!!! ich lebe immer noch in einem Land, in dem ich zum Arzt gehen kann, falls ich krank bin. Es gibt ausreichend Medikamente, Hilfsmittel,  notwendige Operationen, Kuren, Rehamaßnahmen, Zahnersatz, Prothesen, Chemotherapien, Haarersatz, Pflegebetten, Rollstühle, AU-Bescheinigungen, ambulante Krankenpflege....und,und,und......alles selbstverständlich, wenn auch mit kleiner Zuzahlung ! 

In den Entwicklungsländern ist noch nicht einmal eine Schüssel frisches Wasser selbstverständlich!

Aber wir können vereisen, Fernreisen sind die Leckerbissen,  natürlich schön prophylaktisch durchgeimpft gegen Malaria, Ebula, Lepra,Thyphus, Tetanus und exotische Fleck-Gelb-Lassa-Tsutsugamushi-wasweißichwasfür-Fieber, selbst gegen Zeckenbisse....und mit Notfallapotheke gegen alles, was einen heimsuchen könnte nebst Auslandskrankenschein mit Option zum Helikopterheimflug. Sollte uns dann doch etwas afrikanisch gebissen haben und wir europäisch furchtbar daran erkranken.....Tropenistitute habt Dank, ihr rettet unser Leben, egal ob es eine klitzekleine Stechmücke oder eine Schlange war. EIne nicht enden wollende Datenbank aller bekannter giftiger Tiere und Pflanze steht dem deutschen Krankenversicherten zur Verfügung.


Wir können uns adenalinmäßig voll ausleben, können bis an die menschlichen Grenzen gehen beim Fallschirmspringen, Acro-Paragliding, Base-Jumping, Apnoetauchen, Free-Solo-Klettern,
Bungee-Jumping, Canyoning.........und ja klar , all diese Sportarten werden wegen ihrer Unfälle  völlig falsch verstanden, es geht den Sportlern doch gar nicht um den Kick, hauptsächlich geht es nur um das Naturerlebnis!! Aber sollte das mit dem Erlebnis mal nichts mit der Natur zu tun haben, sondern eher mit dem Erleben einer schweren Rückenoperation, wochenlangem Krankenhausaufenthalt in einer Uniklinik, zwischen Leben und Tod, anschließender langwieriger Physiotherapie in einer guten Rehaklinik, Monate im Rollstuhl, dann an Gehhilfen und im besten Fall vollständiger Genesung, ja spätestens dann kann man doch mal ein Hurra aussprechen auf das deutsche Gesundheitssystem....kurz bevor man sich den nächsten Adrenalinkick holt oder sich aufmacht nach Thailand, um ungeschützen Sextourismus zu genießen.....es gibt doch schon so gute Medikamente gegen AIDS. Und das alles gegen einen geringen Eigenanteil!


And always look on the bright side of live...dudu dudu dudududududu!!!

Und keiner braucht sich Sorgen machen, dass dieser hohe medizinische Standard , den wir alle genießen dürfen, Geld kostet......Wissenschaft, Medizin, Forschung., Universitäten, Krankenhäuser, Rehakliniken, Ärzte, Sanitätshäuser, Apotheken,...sie arbeiten selbstverständlich alle ehrenamtlich! Alles zu Wohle des Vaterlandes und sogar die "Apotheken Umschau", wahlweise mit Fernsehprogramm oder Rätselteil, kostet nix. Und ein Päckchen Taschentücher, ein Rubbellos und eine Probe Lutschbonbons gibbet auch noch dazu.

Wie jetzt, ihr meint, heut bin ich etwas sarkastisch? Mag sein, aber vor allem ehrlich. Kauf ich Brötchen, muss ich zahlen. Brauch ich einen Klempner, muss ich löhnen. Kauf ich Wolle, kostet sie Geld. Die Raucher schimpfen über die Preise, kaufen die Zigaretten aber trotzdem. Alle Dienstleistungen muss ich bezahlen und zwar nicht zu knapp. So funktioniert die  Marktwirtschaft: Geld gegen Ware, Ware gegen Geld!

Meine Bludrucktabletten kosten für 3 Monate 5 €,ich bin froh,dass ich sie bekommen kann, eine Schachtel Gift in weißen Stangen  ist teurer. Selbst 1x ungesund sattessen bei Mäckes kostert mehr. Ich kann das Gejammer über die Zuzahlungen nicht mehr hören.....gute Güte , es geht hier doch um die eigene Gesundheit, die muss einem doch was wert sein. Alleine in meiner Familie  sind etliche 100.000ende Euros für mehrere Krebstherapien, neue Hüftgelenke, und und und  von der Krankenkasse übernommen worden. Und auch wer in unserem Land leider keine Arbeit hat, was ja jedem schneller passieren kann,als er glauben mag, ist krankenversichert mit der ganzen Familie und alle bekommen die Medikamente, Therapien und Operationen, die  gebraucht werden.
Die Amerikaner kämpfen für eine staatliche Krankenversicherung und eine Gesundheitsreform...........und wie ist eigentlich das Gesundheitssystem im Staate Dänemark?!?

Puh, schwerer Tobak heute, was?! Aber ein bisken Gemaule muss auch mal sein.....die Dinge wieder ins richtige Licht rücken eben....zumindest für mich.

Und jetzt zu leichterer Kost, dem liebsten Hobby der Welt.
Weil das Gestickel an meiner Jacke beim Fernsehen im Blindflug geht, da sie ja bis zum Bund glattrechts genadelt wird, musste ich für die freie Strickzeit am Tage etwas mit Muster zum Ausgleich haben. Und weil ich die Kat von Frau Hargreaves auch mal im Originalgarn stricken wollte, hab ich das auch gleich getan. ROWAN Kid classic in nightblue wurde zu ihr hier:

KAT of the nights


Ich hab ja mittlerweile relativ lange Haare, die ich meistens mit Kralle oder Gummi oder Nadeln oder Band oder Duttkissen hochstecke. Hier auf diesen Fotos hab ich eine große Kralle im Haar und wie ihr seht, alles passt rein. Das Hauptproblem bei Mützen ist ja, dass man nach dem Abziehen immer ausschaut wie ein Frettchen...hier nicht, denn sie ist groß genug, es wird nichts gequetscht oder zerwuselt.


Infos zu Anleitung und Garn findet ihr hier.



Erkenntnis der Woche:

„Drei Wochen war der Frosch so krank,/ jetzt raucht er wieder, Gott sei Dank.“

Wilhelm Busch (1832-1908), dt. Schriftsteller, Maler u. Zeichner


Euch allen  wünsche ich eine sonnige, warme und vor allem gesunde goldene Oktoberwoche. 
Bis dahin
Eure Andrea